Exkurs: Wie funktioniert eigentlich ein Pieper?

Der Piepereigentlich Funkmeldeempfänger (kurz FME) oder Digitaler Funkmeldeempfänger (DME), auch Pager oder Melder, ist das heute gängige Medium zum Alarmieren von freiwilligen Einsatzkräften. Aber auch viele Rettungsdienst-Wachen oder Berufsfeuerwehren benutzen zusätzlich zu ihren Alarmgongs Funkmeldeempfänger zur Alarmierung.

Der Pieper wurde ursprünglich als Pager in den USA eingesetzt, um eine Versorgung mit Ärzten im Notdienst gewährleisten zu können.

Der Funkmeldeempfänger ist das, was sein Name ihm mit auf den Weg gib: Er lauscht ständig auf einer bestimmten Frequenz nach seinen persönlichen Rufnummern. Erkennt er eine seiner Nummern, liest er die übertragende Nachricht und gibt sie auf dem Display unter heftigstem Blinken und Piepen aus.

Allerdings wird ein solcher Alarm nur im jeweiligen Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt gesendet. Befindet man sich in einem anderen Landkreis, wird entweder auf der eingestellten Frequenz gar nichts gesendet oder niemals eine der gespeicherten Rufnummern. Dumm gelaufen also, wenn man sich nicht mehr im Kreis aufhält: Kein Alarm. Doch macht es natürlich auch keinen Sinn aus einem anderen Landkreis zurück zum Gerätehaus zu rasen, denn dann ist man sowieso zu spät, um noch irgendwem helfen zu können.

Alternativ bzw. zusätzlich zur Alarmierung über den Melder gibt es etwa noch die SMS-Alarmierung. Nachteil dabei: Eine SMS hat keine Zustellungsgarantie. Sie wird irgendwann ankommen, ja. Aber der Netzbetreiber ist nicht in der Pflicht, sie in Echtzeit zuzustellen. Das heißt, sie kann sich auch schnell mal ein paar Minuten verspäten. Das ist OK, aber nicht für die Feuerwehr. Also wird die SMS nur als Zusatz-Alarm verwendet, wo die Abdeckung mit dem Funknetz für Melder nicht 100%ig garantiert ist.

Die gute, alte Sirene ist natürlich weiterhin gebräuchlich. Allerdings wurden die Sirenen nach Ende des kalten Krieges in den 90er Jahren vielerorts zurückgebaut. Außerdem zieht ein Sirenenalarm stets Schaulustige an, die man so gar nicht gebrauchen kann. Zudem rennen dann immer alle Feuerwehrleute zum nächstbesten Gerätehaus, auch wenn bloß eine Katze aufm Baum sitzt. Selektivalarm – Fehlanzeige. Alarm-Telefonleitungen waren früher einmal, genauso Feuerglocken, Feuerhörner oder Kurbelsirenen.

Also: Der Funkmeldeempfänger mit seiner blitzschnellen, quasi kostenfreien, selektiven und (fast) stillen Alarmierung bleibt Mittel der Wahl.

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